
Wie wählt man Nagelhaut-Fräser?
Wie wir schon oft erwähnt haben, gehören Nagelhautfräser zu den wichtigsten Werkzeugen. Schließlich beeinflusst die richtige Vorbereitung der Nagelplatte die Haltbarkeit unserer Maniküre. Welche Nagelhautfräser sollten Sie also für Ihre Arbeit wählen, um die erwarteten Ergebnisse zu erzielen? Im heutigen Beitrag widmen wir uns diesem Thema und gehen es von Grund auf an.
Jeder von uns hatte beim Einkaufen sicher schon eine ganze Welle von Fragen im Kopf. Welche Nagelhautfräser eignen sich am besten für meine Kundinnen? Welcher Nagelhautfräser erfüllt meine Erwartungen? Wo finde ich die besten Nagelhautfräser? Und vor allem… Wie wähle ich aus so vielen Optionen? Diamant, Keramik oder gesintertes Hartmetall, auch Widia genannt? Es gibt so viele davon… Bevor wir eine Entscheidung treffen, wäre es gut zu wissen, wie sie sich voneinander unterscheiden, oder? Also, auf zum Wissen in Kürze!
Markierungen auf den Fräsern
Bevor wir zur Einteilung der Fräser in ihre Typen kommen, erinnern wir noch einmal an die Markierungen, die Ihnen beim Einkaufen und darüber hinaus sicher begegnen werden. Was bedeuten die einzelnen Farben? Sie geben vor allem Auskunft über die Körnung unserer Werkzeuge und deuten an, für welche Art von Nagelhaut oder Material sie gedacht sind. Heute betrachten wir sie nur im Hinblick auf die Arbeit an den Nagelfalzen.
- Gelb – die sanfteste und feinste Körnung. Wenn wir es mit wirklich empfindlicher Nagelhaut zu tun haben oder die natürliche Nagelplatte mattieren möchten, ohne jemandem wehzutun, sind so markierte Fräser ideal. Vor allem für schonende Anwendungen oder sehr präzise, aber unbedenkliche Bewegungen gedacht.
- Rot – ebenfalls fein, hervorragend geeignet zum Polieren und Bearbeiten der Nagelhaut. Bei dieser Farbmarkierung finden wir die meisten Fräser für die Nagelfalze.
- Blau – mittlere Körnung, die etwas mehr Eingriff erlaubt und für schwielige, harte Nagelhaut empfohlen wird. Diese Markierung findet sich auch in vielen Sets für die kombinierte Maniküre.
- Grün – sehr grob, für die Arbeit an der Nagelhaut definitiv weniger zu empfehlen, besonders für Anfänger. Sie bietet deutlich weniger Kontrolle über Ihre Bewegungen. Diese Markierung findet sich am häufigsten bei Fräsern zum Entfernen von Produkt, weniger bei Nagelhautfräsern.
- Schwarz – grob, unter anderem geeignet zum Entfernen von Titan-Maniküre. Bei Nagelhautfräsern nicht erhältlich.
Fräserarten
Nachdem wir uns die Markierungsfarben und ihre Bedeutung noch einmal ins Gedächtnis gerufen haben, kommen wir nun zum nächsten Punkt, in dem wir die Fräser nach ihren Typen einteilen.
Diamantfräser
Die Hauptaufgabe dieser Fräser besteht vor allem im Entfernen von Hybridlack, Gel oder Acryl, im Kürzen der Nägel, in der Bearbeitung und Glättung der Nagelhaut sowie im Anschleifen oder Mattieren natürlicher Nägel. Ihre Sanftheit macht sie perfekt für die kombinierte Maniküre, da sie uns eine unglaubliche Kontrolle über unsere Bewegungen geben.
Fräser aus gesintertem Hartmetall
Nagelhautfräser aus gesintertem Hartmetall bieten uns deutlich größere Möglichkeiten als die vorherigen. Das liegt vor allem daran, dass sie sich kaum erhitzen, was die Arbeit mit ihnen angenehmer macht. Ihre Struktur – genauer gesagt die Kreuzverzahnung – bewältigt das Entfernen von Hybridlack, Gel und Nagelhaut in sehr kurzer Zeit. Nur wenige geübte Bewegungen, und das Ergebnis ist garantiert. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie mit besonderer Sorgfalt gehandhabt werden müssen.
Keramikfräser
Es ist allgemein bekannt, dass Keramik-Nagelhautfräser dank ihrer Herstellung aus Zirkoniumoxid, ebenso wie Hartmetallfräser, weniger heiß werden. Außerdem sind sie sehr langlebig und widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen. Doch was ist sonst noch wissenswert über sie? Sie eignen sich am besten zur Bearbeitung und Entfernung von Gel und Acryl sowie zum Entfernen von überwachsener Nagelhaut und Hornhaut. Bei der kombinierten Maniküre werden sie dagegen deutlich seltener eingesetzt.
Doch was ist sonst noch wissenswert über sie? Sie eignen sich am besten zur Bearbeitung und Entfernung von Gel und Acryl sowie zum Entfernen von überwachsener Nagelhaut und Hornhaut. Bei der kombinierten Maniküre werden sie dagegen deutlich seltener eingesetzt.
Fräserformen
Jede Form bietet uns völlig unterschiedliche Möglichkeiten. Genau deshalb ist es so wichtig, sie zu kennen, denn in der richtigen Reihenfolge eingesetzt, ermöglichen sie uns, die Phase der Nagelhautbearbeitung schnell und einfach zu durchlaufen.
- Zylinder und Kegel – diese Formen eignen sich hervorragend zum Zurückschieben der Nagelhaut und zum Entfernen der Epidermis.
- Flammen – Spezialisten für das Anheben und Reinigen der Nagelfalze.
- Kugeln – ideal zum Abschließen der Arbeit, sie entfernen Hornhaut an den Fingerkuppen hervorragend.
Welche Fräser sollten Sie wählen? Am universellsten sind Sets mit Diamantfräsern, da sie uns die größte Kontrolle über unsere Bewegungen geben; zudem ist ihre Körnung recht fein, sodass wir leicht glatte Haut erzielen können. Mit ihnen ist es schwer, etwas falsch zu machen. Haben Kundinnen dagegen etwas anspruchsvollere Hornhaut, lohnt es sich, Hartmetall- und Keramikfräser auszuprobieren. Sie sind sozusagen die Spezialisten für besondere Aufgaben.
Textautorin:
Natalia Kurkiewicz – Botschafterin von mehr als 5 Beauty-Marken, Nageldesignerin, Enthusiastin der perfekten Maniküre, Autorin des Profils @pazury_bez_cenzury_natalia.

